Fakten: 28.03. | 18 Uhr | Alte Bäckerei
Autor: Jockel
Vernissagen: Die Fauna der Nacht & Der Wiesenakt
Am kommenden Wochenende werden hierorts zwei Ausstellungseröffnungen gefeiert und den sonnabendlichen Nachmittag bereichern.
Fabelhafte Tier-Mensch-Montagen

„Es sind Elfen und Drachenkinder, Katzenfrauen und Werwölfe. Ein Mann und eine Frau verwandeln sich nachts in tierische Wesen. Die Phantasie gebiert spielerisch märchenhafte Kreaturen. Die Wesen könnten phantastischen Büchern entsprungen sein, in Märchen und Sagen wimmelt es von zauberhaften Verwandlungen. Der Titel Fauna der Nacht spielt auch auf die Nachtstücke E.T.A. Hoffmanns an. Die Bilder verstehen sich nicht als Illustrationen zur Literatur, aber sie liebäugeln mit phantastischen Gestalten in den Werken Hoffmanns oder Bulgakows.“
Fauna der Nacht wird bis zum 23. April in der Stadtbibliothek ausgestellt. Die Eröffnung wird von Claudia Otto an der Querflöte begleitet, Laudatorin ist Mechthilde Homberg.
Fakten: 05.03. | 13.30 Uhr | Stadtbibliothek
Der Wiesenakt Nadine
Im Anschluss an die Eröffnung in der Stadtbibliothek geht es in der Wiesenstraße etwas intimer weiter. Dort präsentiert eine Art – auf Akte geeichter – Zeichenzirkel seine Arbeitsproben. Die Ausstellung nadine. der wiesenakt. versammelt Werke von Mirjam Marcuse, Toralf Zumpe, Daniel Bott, Ulrike Freiberg, Holger Schultze, Konstanze Kühl und Detlef Witt.

Die Zeichnungen sind bis zum 14. April im Erdgeschoss der Wiesenstraße 67 beheimatet. Die Ausstellung ist dort jeweils montags von 11-19 Uhr geöffnet.
Fakten: 05.03. | 15.30 | Wiesenstr. 67 (Parterre)
Rückblick: Polenmarkt im Splitscreen
Theda Schillmoeller lässt den knapp drei Monate zurückliegenden Polenmarkt Revue passieren und präsentiert eine filmische Zusammenfassung des Spektakels, dass prägend war für den Greifswalder November – zumindest aus (sub)kultureller Sicht.
In Splitscreen-Ästhetik, die Freundinnen der amerikanischen Fernsehserie 24 einen wohligen Schauer verpassen dürfte, geht es nochmal Abend für Abend durch das Programm. Den Soundtrack zu dieser Erinnerungsreise liefert die Band Małe Instrumenty mit der Interpretation eines Stückes von Julian Józef Antonisz. Die virtuosen Kleininstrumentalisten waren damals auch vor Ort und wussten im IKUWO zu begeistern.
Der Film unterscheidet sich deutlich vom Beitrag des NDR, hat fast alle Veranstaltungen festgehalten und offeriert eine weitere Präsentationsform. Prädikat: gelungen!
Bildergalerien existieren vom Abend mit den drei Punkbands Narkolepsja, Dead Yuppies und Tesla Cessna, sowie von der energetischen Indian-Ambient-Dancehall-Show mit Masala.
Veranstaltungshinweis: Chris Gall Trio feat. Enik
Für die Indiefritzen mag es wie elitäre Jazzschnöselei aus dem Elfenbeinturm der Hochkultur klingen, den Jazzpolizisten wird der Trauerpopappeal ein Dorn im Auge sein – das kollaborative Projekt von Chris Gall und Enik aus München bewegt sich in genau diesem Spannungsfeld und überschreitet fortwährend die Grenzen beider Genres.

Chris Gall, in Berklee am Piano ausgebildet, arbeitet seit knapp fünf Jahren mit dem Ex-Funkstörung-Sänger Enik zusammen. Gemeinsam dehnen sie die Randbezirke ihrer musikalischen Heimat und werden hierbei von Axel Kühn am Kontrabass und Jörg Mikula am Schlagzeug unterstützt. Heraus kommt dabei eine Art tiefschattierter Indie-Jazz-Pop.
Exemplarisch hier das Video zum Song 21st Century Jesus.
Video (04.44)
[youtube DKF0RpayGgw]
Auf dem Blog Jazz in Greifswald sind zwei weitere Lieder zum Anhören hinterlegt. Dort wurde inzwischen auch ein Flattr-Button eingebunden, zu dessen Nutzung hier explizit aufgerufen sei!
Fakten: 05.02 | 21 Uhr | Medienwerkstatt (Bahnhofstr. 50) | 10 / 8 EUR
IKUWO-Jubiläumssause mit Feindrehstar
In diesen Wochen kreuzen sich einige subkulturelle Zeitlinien dieser Stadt: In fünf Tagen jährt sich die Räumung des AJZ/Café Quarks zum elften Mal, das WBS 70 ist seit Mitte Januar endgültig abgerissen. GrIStuF musste nach nicht einmal vier Jahren das Büro in der inzwischen liebgewonnenen Wollweberstraße wieder verlassen und am Dienstag ist das IKUWO zehn Jahre alt geworden.
Dieses beifallswürdige Jubiläum verlief einigermaßen unbemerkt im Hintergrund und darf nun schließlich am Wochenende ekstatisch gefeiert werden. Zur Geburtstagssause wurde die achtköpfige NuJazz-Funk’n’House-BigBand Feindrehstar aus Jena eingeladen, deren Bläsersatz von Schlagzeug, Percussions, Keyboards und einem DJ gestützt wird.
(Foto: Feindrehstar)
Nachdem die Band aus Jena schon vor einigen Jahren beim jazzanovaschen Sonarkollektiv veröffentlichte, ist im Sommer 2010 ihr aktuelles Album Vulgarian Knights bei Musik Krause, dem Schwesterbetrieb von Freude am Tanzen, erschienen. Eine genremäßige Selbstverortung wird mit der Schöpfung Krautclub vollzogen, die eigene Musik als Session-Vehikel beschrieben, das im geschwisterlichen Verbund mit den drei „Gebrothern NuJazz/Broken-Beat, Techno, House“ daherkommt.
„Feindrehstar steht tänzelnd für live gespielte Clubsounds jenseits der Genre-Schubladifizierungen auf den Bühnen der Welt und hat bis dato wohl (fast) jeden verschwitzt wie verwundert in die Rest-Nacht entlassen. Die sessionartigen Klang-Trance-Eskapaden des Oktetts verwirbeln druckvollen Funk-Bass und elegante NuJazz-Bläser mit treibendem House, Broken Beats oder fett shakendem Hip Hop zu einer Art organischem Neo-Kraut-Groove-Bastard mit historischem Bewusstsein und ultimativem Bewegungsimperativ.“
Anschließend geht es mit Funk und House in die Nacht, dirigiert von DJ Légères (Jena).
Fakten: 29.01. | 22 Uhr | IKUWO | 5-8 EUR (freiwillige Selbsteinschätzung)
Veranstaltungshinweis: Antifa in Russland & Hardcore-Abend
Das raumungebundene Veranstaltungskollektiv just idiots lädt zum tosenden Hardcore-Punk-Abend ins Klex. Mit dabei ist – langgedient und tourerfahren – das Quartett Tackleberry aus Kiel. Die stellen das Skateboard in die Ecke und galoppieren zügig-zornig durch die Nacht. Bereits zum zweiten Mal im Klex wird außerdem die Berliner HC-Formation Ape Attack spielen, davor die Screaming Monkeys von der Insel Usedom.

Zwischen dem Vortrag und den Konzerten wird eine stärkende VoKü angeboten. Wer dann noch weiterfeiern will, ist schon in der richtigen Gegend und sollte auf Umgebungsgeräusche Acht geben.
Fakten: 28.01. | 22 Uhr | KLEX | 5 EUR
