
Am Ende von klein stadt GROSS Torte satt!
Greifswald Galore

Am Ende von klein stadt GROSS Torte satt!
Erst vor gut einer Woche fand eine Veranstaltung unter der Federführung des Kunstvereins art cube statt. Damals wurden Ergebnisse der public art-Aktion Wohnzimmerkubus gezeigt.

Die Veranstaltungen sind Bestandteil des Tages der zeitgenössischen Kunst in Mecklenburg Vorpommern, kurz: Kunst Heute.
Die Greifswalder Band Morning Rain, inzwischen ein klein wenig auseinandergesiedelt, wird am 07. November beim f6-Music Award im Rostocker M.A.U. spielen.

Morning Rain machen nicht nur wunderschönen Indierock im Stil von Jimmy Eat World, sie haben jetzt auch ein kleines Video voller Vorfreude auf den kommenden Auftritt veröffentlicht. Es ist sehr kurz, unterhaltsam und sehenswert.
[youtube K5qVFnjon7c]
Morgen wird der zweiwöchige Veröffentlichungsmarathon von klein stadt GROSS mit einer letzten Veranstaltung im IKUWO enden. Schon jetzt kann man konstatieren, dass Greifswald durch KSG in den vergangenen Tagen auf wunderbare Art und Weise mit Leben erfüllt wurde. Eine beinahe beispiellose kulturelle Verdichtung hat stattgefunden, viele Kontakte wurden hergestellt und intensiviert. Auch das Publikum verdient Respekt, denn bis heute durfte sich jede Veranstaltung über ein zahlreiches und wohlgesonnenes Auditorium freuen.
Heute Abend geht es ab 21 Uhr im Antiquariat Rose nochmal gemütlich zu. Es werden Bilder ausgestellt und mit Lars ‚Gundermann‘ Templin und den Strandtasten ist für Unterhaltung gesorgt.
Morgen wird dann schließlich zur letzten Feierlichkeit ins IKUWO eingeladen. Dort wird Saik das in Greifswald traditionell eher dürftig bestellte HipHop-Feld beackern. Der Aktivist erster Stunde in Sachen Lokal-HipHop-Szenekrams eröffnet mit seinem Stück Meine Stadt das Kompilat und liefert eine Ode an die Hansestadt ab, die sich wie Balsam für die vernarbte Seele hiesiger Lokalpatrioten anfühlt. Hier findet die Idee des Gesamtprojektes seine sprechgesungene Entsprechung. Hier werden Kleinstädtigkeit und allerorten vermisste Anonymität zum Standortfaktor umgedeutet, herrlich:
„Saik und Greifswald ist wie Strandsand und Ostsee. Hier fühl ich mich wohl, hier im Osten an der See. Jeden Tag unterwegs, grüne Wiesen, Riesenfelder. Ich packe dann mein Fahrrad und erkunde die Wälder. Alles auf der Ecke, zwei Minuten in die Stadt. Ich geh nicht weg von hier, weil ich hier alles ab.
Das ist meine Stadt, das ist mein Revier. Komm zu mir, ich hab hier alles vor der Tür! Von hier aus direkt der Blick wie im Urlaub, die Ostsee glänzt in der Abendsonne wie Goldstaub. Nicht zu glauben, doch ich beschreib man weiter, begleitet dich von früh bis spät wie hier kein zweiter. Alles was du mir gibst, geb‘ ich dir zurück. Hör‘ mir zu und find‘ hier deine Schlüssel zum Glück.“
Anschließend wird mit Krach die wohl dienstälteste Greifswalder Band auftreten. Seit 1997 sind die Jungs dabei und entwickelten sich zu einem Garant für Tanz und gute Laune. Gitarrist Arne hat in einer pixeligen Diashow Stationen der Bandentwicklung nachgezeichnet. Wirklich hörbar aber ist ihr timetrain, der die Bilderschau untermalt.
Als dritte Band des Abends werden die progressiven Noiserocker von Mexicola auf den Plan treten. Und dann war es das erst mal mit klein stadt GROSS und die von den DJs Rungsta und Stan beschallte Aftershow wird vorerst letztmalig Gelegenheit bieten, in der mobilen KSG-Boutique einzukaufen, das Gespräch mit den Vernetzern zu suchen und vor allem eine Riesensause zu veranstalten.
Fakten: 23.10. | 4 Euro | 21 Uhr | IKUWO
Ein ausführlicher und bebilderter Bericht der Veröffentlichungswoche wird demnächst hier auf dem Fleischervorstadt-Blog erscheinen und dann ist es auch vorbei mit der Haus-und-Hof-Berichterstattung, versprochen!
Diemo Schramm geht wieder um. Der Wahlhanseat produzierte 2005 mit Unterstützung des Quartiersbüros einen Film über die Fleischervorstadt. Dem gleichen Wohnquartier hat er sich noch immer verschrieben und ruft jetzt — abermals in Kooperation mit dem Quartiersbüro Fleischervorstadt — einen Fotowettbewerb aus.
Ziel des Projektes ist die Erstellung eines Stadtteil-Kalenders für das bevorstehende Jahr 2010. Gesucht werden analoge und digitale Bilder, …die sich mit dem Stadtteil auseinandersetzen, die in ihm entstanden oder von Menschen gemacht wurden, die Zeit in ihm verbrachten oder in besonderer Beziehung zur Fleischervorstadt stehen.
Es geht um Perspektiven, wie das Leben miteinander auf kleiner und überschaubarer Fläche funktioniert oder funktionieren könnte oder sollte. Wo sehen diejenigen, deren Leben sich, zumindest temporär, hier in diesem Greifswalder Stadtteil abspielt, Defizite, Erfolge in der Gestaltung und der Kommunikation, welche Lücken gibt es und wie können Sie geschlossen werden?
Die Verantwortlichen begrenzen die Anzahl der eingereichten Bilder pro Teilnehmer auf drei und bitten um persönliche, postalische oder technisch-vermittelte Einsendung des Bildmaterials. Eine Jury aus dem Stadtteil wird dann die besten Bilder auswählen. Über einige angefügte Sätze über Motiv und Person wäre man ebenfalls hocherfreut, um „…Transparenz und eventuell Schnittfläche für Begegnungen darüber hinaus“ zu ermöglichen.
Adressen, Rufnummern und mehr finden sich auf der Seite des Quartiersbüro Fleischervorstadt.
Vielleicht wird ja auch das Flickr-Mitglied Sommerferientag im Kalender vertreten sein. Der junge Fotograf profiliert sich allmählich zu einem Bilddokumentar des Viertels und hat erst kürzlich eine gelungene Aufnahme aus der Gützkower Straße veröffentlicht.
Die Teilnahme am Wettbewerb bietet die Chance, eigene Perspektiven auf unser Viertel zu lancieren und eigene Schwerpunkte zu setzen. Einsendeschluss ist der 31. Oktober, also wird es allmählich Zeit, sich zu sputen!
Nachdem gestern Abend die ersten beiden Abschlussausstellungen der derzeit geprüften Lehramtsstudentinnen im Fachbereich Kunst eröffnet wurden, darf man den kommenden Vernissagen optimistisch entgegenblicken.
Zu der gestrigen Veranstaltung in der Nexö-Passage kamen im Laufe des Abends schätzungsweise 180 Personen. Die hervorhebenswerten und selbstoffenbarenden Arbeiten Julia Hoffmanns sind dort noch bis Donnerstag von 13 bis 18 Uhr zu sehen. Anbei noch ein paar wenige Eindrücke des gestrigen Abends.
Weitere Termine: „Abschlusspräsentationen des CDFI #2“ weiterlesen