Am Sonnabend wurde im Haus der Begegnung das Filmfestival Ueber Mut eröffnet, das unter der Federführung der Aktion Mensch durch Deutschland tourt und für die nächsten zwei Wochen in Greifswald Station macht. Bis zum 7. Oktober werden noch 14 Filmabende stattfinden, die gemeinsam vom Behindertenforum und dem IKUWO organisiert werden.
Das Filmfestival findet mittlerweile zum vierten Mal statt und nimmt die Mutigen und Couragierten ins Blickfeld, nachdem es bei den drei vergangenen Festivals um Zukunft, Macht und Arbeiten ging. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf einer möglichst barrierefreien Umsetzung der Filmabende. So können bei Bedarf in den Spielstätten Funkkopfhörer ausgeliehen werden, mit denen sich eine Audiodeskription des Gesehenen empfangen lässt.
Alle Filme werden im Haus der Begegnung oder im IKUWO vorgeführt und werden von einem Rahmenprogramm begleitet. Weitere Informationen sind bei der Aktion Mensch zu finden. Außerdem wird in den kommenden zwei Wochen hier auf dem Fleischervorstadt-Blog auf jede Einzelveranstaltung des Festivals hingewiesen.
„Farewell und mach’s gut / Dir ist die Wut im Bauch gegeben / Die es braucht / um hier nicht nur zu überleben / Und die Stimme aus dem Lautsprecher / Sie lässt mir keine Ruhe / Es gibt nur Weg zu gehen / Und gute, gute Schuhe / Und gute, gute Schuhe / Zwischen 2 und 4 / Ist die Stadt in meiner Hand / Und ich schrei, schrei, schrei / Ich schrei so laut ich kann / Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein / In zwölf verschiedenen Sprachen“
Die kommenden Abende beglücken vor allem die Offbeat-Fraktion, die sich mit dem Lübecker Skartell und der ukrainischen Band Perkalaba durchs Wochenende skanken darf. Außerdem wird das Konzert der Hanselunken nachgeholt, das Arboretum erleuchtet und beim Verein Polly Faber mit Puppen gespielt.
IKUWO: KARPARTENSKA UND HUMPA-POWER ZUM UKRAINICUM
Die aus dem Westen der Ukraine stammende Band Perkalaba — benannt nach einem Hutzul-Bergdorf – verwandelt die musikalischen Wurzeln ihrer Heimat in einen ungestümen Mix aus schweißtreibender Humpa-Power und sehnsuchtsvollem Karpaten-Ska.
Ich bin jetzt auch bei Googleplus. Ich probiere alles aus. Googleplus ist der neueste Schrei. Zuerst gab es Twitter. Zwischendurch hatte ich den Twitteraccount mal gelöscht, dann aber doch wieder angelegt. Bei Twitter geht alles ganz schnell. Wenn irgendwo irgendwas passiert, sieht du es sofort in deiner Timeline. In Echtzeit (so, als ob es unechte Zeit gäbe).
DAS FACEBOOKPRINZIP: ALLE SIND DORT ANGEMELDET, ABER KEINER SCHREIBT ETWAS
Danach kam Facebook (Identi.ca und die ganz kleinen Sachen lasse ich jetzt mal weg, sonst wird es zu unübersichtlich). Bei Facebook sind alle deine Freunde: deine Freunde, deine Nachbarn, Leute aus der Schule, aus dem Verein, die ganzen Politniks, was weiß ich. Alle sind dort angemeldet, aber keiner schreibt etwas. Das ist das Facebookprinzip. Die Empfänger sind einfach zu verschieden, als dass man allen denselben Text schicken wollte. Da kannst du auch im Bus aufstehen und eine Rede halten. „Gastbeitrag: Vom Schweigen“ weiterlesen →
„Ich mag den Weg / ich mag das Ziel / den Exzess, das Selbstexil / Ich mag erschaudern / und nicht zu knapp / ich gebe jedem etwas ab /… / Ich mag die Spiegelung der Luft / und wenn die Sehnsucht nie verpufft / den Glanz des Lebens in einem Tag / Ich mag den Zweifel, der an mir nagt / wenn meine Angst mich schnell verlässt / Ich mag den Tanz, das Idiotenfest / Wenn wir irren nachts im Kreis / eine Bewegung gegen den Fleiß!“
Der Hochsommer bleibt dieses Jahr aus und verdrossen oktobert sich das Wetter durch die Mitte des Kalenders. Ein Gutes hat es ja: die gemächliche Sommerpausenruhe wird geschwänzt — wer keine Sonne abgekriegt hat, braucht bekanntlich auch nicht früh ins Bett. Wo man sich stattdessen herumtreiben kann, wird hier in Kurzform empfohlen und notiert. „Kurze Wege, lange Nächte – das Greifswalder Wochenende im Überblick #9“ weiterlesen →
Die Greifswalder Künstlerin M. Kardinal funzelt wieder und verlässt ihre Gemächer, um im angrenzenden Garten an ihre Schatteninstallation SHIMA anzuknüpfen und zu einer „phantastischen Reise voller Irritationen und Absonderlichkeiten“ einzuladen.
Im Hinterhof des Wohnhauses in der Böhmke-Straße werden am Wochenende utopistische Bildwelten zwischen Buschwerk und Blätterwald entstehen. Da treffen Vertreter der afrikanischen Tierwelt auf wagemutige Astronauten, werden Proportionen ganz im Sinne eines Jonathan Swift verschoben, während im Hintergrund ein Akkordeon über den Knisterbeat hustet. Moon Safari galore!
Begleitet wird die visuelle – von einer Soundcollage flankierte – Performance, vom Videokünstler Christian Sonntag (visual berlin), der gleichsam dem am zweiten Abend auflegenden DJ Mr. Burns ein ehemaliger Bewohner des Hauses inmitten der Fleischervorstadt ist.
„Entstanden ist bei diesem Zusammenspiel der Sinne eine Hommage an den Garten als Stätte von Schöpfung, Wahrheit und Lüge. Als Inszenierung einer geträumten Welt wird dieser Garten dargestellt: er ist ein hortus conclusus.„
Einen ersten Eindruck der Performance vermittelt der eigens produzierte Videotrailer.
Uns steht die kürzeste Nacht des Jahres unmittelbar bevor und mit ihr auch wieder eine Fête de la Musique. Dieser französische Kulturimport wird am 21. Juni zum nunmehr fünften Mal in Greifswald veranstaltet. Wurden 2007 und 2008 noch jeweils eine zentrale Bühne bespielt, so ist die Fête seit 2009 fragmentiert und über die Stadt verteilt.
SEHNSUCHT NACH DEM MOSHPIT ODER ZAPPELN MIT DEN INSOMNALEN HEDONISTEN?
Am Dienstag werden ab 14 Uhr auf vier verschiedenen Bühnen Konzerte und Improvisationstheater stattfinden. Abgesehen vom Studentenklub Kiste liegen die Schauplätze einigermaßen dicht beieinander: am Museumshafen, beim Pommerschen Landesmuseum und auf dem Fischmarkt sind verschiedene Darbietungen in Augenschein zu nehmen – umsonst und draußen.
Das große Finale bleibt dieses Jahr aber leider aus – zumindest aus Bookingsicht. Einen der wenigen Höhepunkte werden hoffentlich Stullenheimer bereiten, die entgegen ihres Bandnamens nichts mit Folkrock gemein haben und die im Anschluss an den HipHop-Block spielen werden.
Abends kann es dann bei Electro-Swing im Café Pariser oder mit den Hedonistinnen bei der Insomnale weitergehen. Wer sich nach dem Moshpit sehnt, sollte ab 21 Uhr im Klex sein, denn dann wird dort der Dampfhammer in Sachen Punk und Hardcore geschwungen. Zu Gast sind die beiden halbpolnischen Bands The Fight und Life Scars.
Dieses Konzert ist ein Beitrag vom Veranstalterkollektiv Just Idiots.
Die Greifswalder Fête de la Musique wird dieses Jahr von GrIStuF, dem Stadtjugendring Greifswald, radio 98eins, dem Studentenclub Kiste und dem Pariser organisiert. Das vollständige Programm und eine Übersichtskarte gibt es hier in der vollständigen Ansicht des Beitrags.