Fleischervorstadt-Flohmarkt 2017: Infos und Laufpläne

Am Sonntag findet der 9. Fleischervorstadt-Flohmarkt statt. Alle Infos zur größten Veranstaltung der Fleischervorstadt im Überblick.

Wenn an einem Sonntagnachmittag im Quartier keine Spur von Verschlafenheit zu erkennen ist und auffällig viele Spaziergänger durchs Viertel flanieren, dann ist wohl der Fleischervorstadt-Flohmarkt. Am kommenden Wochenende ist es wieder so weit: Mehr als 150 Stände beteiligen sich in diesem Jahr am größten Freiluft-Flohmarkt Greifswalds und bieten vor ihren Wohnhäusern sowie in ihren Höfen und Gärten gebrauchte Waren und allerlei Liebhaberstücke feil.

Fleischervorstadt-Flohmarkt 2017 mit vielen Anmeldungen und neuen Hürden

Wie in den vergangenen Jahren wurde auch für den 9. Fleischervorstadt-Flohmarkt ein Laufplan zur besseren Orientierung erstellt, auf dem die Standorte der Stände verzeichnet sind und der bis zum Wochenende in den Briefkästen des Viertels verteilt sein wird. Die mit Abstand meisten Anmeldungen kommen in diesem Jahr aus der Gützkower Straße, gefolgt von den traditionellen Verdichtungszonen Steinstraße und Wiesenstraße. Im Vergleich zum vergangenen Jahr hat die Zahl der beteiligten Stände jedoch leicht abgenommen.

Zugenommen haben hierfür die bürokratischen Hindernisse bei der Anmeldung und der Genehmigung der Veranstaltung. Beklagten sich bereits im vergangenen Jahr mehrere Teilnehmende über die neuen Richtlinien zum Ausschank von Getränken und zum Verkauf von Kuchen, so sind die amtlichen Auflagen für Ordnung und Hygiene in diesem Jahr noch strenger geworden und machen einen regelrecht preußischen Eindruck, wie eine Anmelderin zu Recht anmerkte. 

Nichtsdestotrotz wird der Fleischervorstadt-Flohmarkt hoffentlich auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Besucher ins Viertel locken und zeigen, wie ein bunter und lebendiger Stadtteil aussehen kann. Der für den späten Nachmittag prognostizierte Regen wird dieser Zielvorgabe kaum etwas anhaben können.

Fakten: 14.05. | 13-18 Uhr | Fleischervorstadt

Anmeldung zum 8. Stadtteilflohmarkt in der Fleischervorstadt hat begonnen

Auch in diesem Jahr findet in der Fleischervorstadt ein Stadtteilflohmarkt statt. Die Anmeldung dafür hat gestern begonnen und ist bis zum 12. Mai möglich.

Am 29. Mai ist es wieder so weit: Aus der Fleischervorstadt wird ein großer Flohmarkt, der sich über das gesamte Viertel ausdehnt. Im vergangenen Jahr beteiligten sich mehr als 100 Stände an diesem Spektakel und trotz einiger Veränderungen ist nicht zu erwarten, dass diese Begeisterung abflauen wird.

Alle Bewohner und Bewohnerinnen der Fleischervorstadt sind herzlich eingeladen, von 13 Uhr bis 18 Uhr am Stadtteil-Flohmarkt teilzunehmen, sei es vor der Haustür oder im eigenen Garten. Aufgrund der Größe des Flohmarkts und des kontinuierlich gewachsenen Interesses gibt es in diesem Jahr jedoch auf Weisung des Ordnungsamts erstmalig für die Standbetreibenden einige Einschränkungen, die vor allem den Verkauf von Nahrungsmitteln betreffen.

So dürfen nur noch geschlossene, alkoholfreie Getränke angeboten werden. Während für den Verkauf von Alkohol eine gebührenpflichtige Schankgenehmigung erforderlich ist (31,00 €), dürfen Creme- und Sahnekuchen, Salate, Suppen, Fleisch- und Wurstwaren, Crêpes, Waffeln oder Ähnliches in diesem Jahr leider überhaupt nicht mehr feilgeboten werden.

Wie gewohnt wird es auch in diesem Jahr einen Laufplan mit allen angemeldeten Ständen geben, der vor dem Flohmarkt in der Fleischervorstadt verteilt wird. Die Anmeldung ist per E-Mail (Flohmarkt@17vier.de) oder persönlich im Café Koeppen (täglich ab 12 Uhr) möglich. Der Anmeldeschluss ist am 12. Mai; wer diesen Termin nicht einhält, schafft es nicht in den Laufplan.

Organisiert wird der Stadtteil-Flohmarkt von den sogenannten „Fleischervorstadt-Gestalten“, die dieses vom inzwischen nicht mehr aktiven Quartiersbüro Fleischervorstadt initiierte Projekt seit zwei Jahren selbstorganisiert weiterführen.

Fakten: 29.05. | 13-18 Uhr | Fleischervorstadt

Greifswalder Hausbesetzer feiern mit ihren Nachbarn buntes Straßenfest in der Brinke

Mehr als 200 Besucher folgten am vergangenen Sonnabend einer Einladung der Initiative „Brinke 16-17 erhalten“ zu einem Straßenfest vor dem seit drei Wochen besetzten Gebäude in der Brinkstraße und erlebten dort ein unterhaltsames Nachmittagsprogramm.

Dabei war das Fest eher eine aus der Not geborene — aber trotzdem nicht weniger gelungene — Improvisation, denn eigentlich war kein Straßenfest, sondern die Eröffnung eines Stadtteiltreffs in den Räumlichkeiten des Bioladens Sonnenmichel geplant. Doch es sollte etwas anders kommen.

Nach Intervention durch Verwaltung und Eigentümer musste auf dem Gehweg gefeiert werden

Die Eröffnung musste nach der Intervention der Bauaufsichtsbehörde und nach der Untersagung unter Androhung rechtlicher Mittel durch Hauseigentümer Roman Schmidt auf den Bürgersteig vor dem Haus verlegt werden. Bereits in der vergangenen Woche lehnte CDU-Fraktionschef Axel Hochschild den Vorschlag von Bürgerschaftsmitglied Ulrich Rose (Alternative Liste) ab, die Hausbesetzerinnen an einen runden Tisch zu holen und gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Man könne sich schließlich nicht mit Straftätern an einen Tisch setzen, ließ Hochschild ungewohnt berührungsscheu verlauten. Alle bisher für den Stadtteiltreff geplanten Veranstaltungen werden nun vorläufig im Rahmen der Mahnwachen vor dem Haus stattfinden.

Heiko Pult von der Initiative „Brinke 16-17 erhalten!“ äußert sich verwundert und traurig über so viel Gegenwind: „Andernorts werden mit viel Geld und Mühe, politischer und verwaltungstechnischer Unterstützung solche sozialen Begegnungs- und Veranstaltungsorte künstlich geschaffen. Und dort, wo ein solcher Ort von alleine und nur mit Hilfe ehrenamtlichen Engagements entstanden ist und weiterentwickelt werden soll, werden die Initiatoren beschimpft, abgestempelt und mit Hilfe der Verwaltung behindert.“

Trotz aller Widrigkeiten mit der Verwaltung und der Kommunalpolitik wurde am Sonnabend zumindest die Idee eines zukünftigen Stadtteiltreffs eröffnet. So konnten die Besucher in den geplanten Räumen des Stadtteiltreffs eine Chronik des Hauses ansehen, die zusammen mit einer Bildergeschichte ausgestellt wurde.

Draußen auf dem Gehweg fand währenddessen das Straßenfest statt und unterhielt die anwesenden Gäste und Nachbarinnen mit Auftritten der synthiBros, der beiden Musikerinnen Romni sowie der Impro-Gruppe des Greifswalder Studententheaters StuThe. Für die zahlreich herangekarrten jüngeren Gästen wurde zusammen mit den Kunstwerkstätten ein buntes Kinderprogramm von Trampolin bis Kinderschminken auf die Beine gestellt. Zur Eröffnung sprachen neben Vertreterinnen der Initiative auch die Bürgerschaftsmitglieder Stefan Fassbinder (Grüne) und Jörg Kasbohm (Die Linke).