Das Quartiersbüro Fleischervorstadt wird auch in diesem Jahr einen Stadtteilflohmarkt organisieren und bleibt damit einem bewährten Konzept treu. Im vergangenen Jahr verteilten sich mehr als 40 Stände über das Viertel. Der Flohmarkt stieß auf reges Interesse und etliche Besucherinnen werden mit einem Glücksgriff unter den Armen nach Hause gewankt sein.
(Foto: Quartiersmanagement Fleischervorstadt)
Für den 13. Mai ist eine Wiederholung des Spektakels geplant. Eigens dafür wird das Quartiersbüro wieder kleine Stadtpläne erstellen und verbreiten, auf denen dann die einzelnen Stände verzeichnet sind. Wer hier erfolgreich vor dem Haus oder auf dem Hof verkaufen will, sollte sich bis zum 13. April per E-Mail oder telefonisch anmelden, um mit seinem Stand auf die Pläne zu kommen.
Der Forellenfriedhof Ueberlaut präsentiert einen weiteren Abend im Klex, verneigt sich vor dem Regisseur und Produzenten Stanley Kubrick und lädt zur frosteligen Dunkeldisko.
Ab 20 Uhr wird im Klex Stanley Kubricks Lolita (USA/GB, 1962, 147min, Imdb 7,7) gezeigt. Der Schwarzweißfilm entstand nach der Romanvorlage Vladimir Nabokovs und handelt von der sexuellen Obsession des vierzigjährigen Literaturwissenschaftlers Humbert Humbert, der sich nach der erst 12jährige Lolita verzehrt.
Der Filmvorführung schließt sich ab 22.30 Uhr eine von DJ Humbert Humbert and DJane Clare Quilty dirigierte Tanzveranstaltung mit Postpunk, Darkwave und Nympchenpop an. Etwas mehr zum Film wurde beim Forellenfriedhof Ueberlaut vermerkt. Ein Abend für Erwachsene.
Wie der Pressesprecher der Sauerland Event GmbH mitteilt, wird der frühere IBF-Mittelgewichts-Weltmeister Sebastian Sylvester seine aktive sportliche Karriere nach zehn Jahren als erfolgreicher Profiboxer beenden. Der Hurrikan wird also vorerst abflauen; er will sich nun neuen Aufgaben widmen.
(Foto: Frank Klaeske)
Der 31-Jährige beendete 34 seiner 40 Profikämpfe als Sieger und gewann allein 16 dieser Auseinandersetzungen durch K.O. 2009 wurde er IBF-Weltmeister im Mittelgewicht und verteidigte diesen Titel dreimal. Bei seinem letzten Kampf vor etwa vier Monaten fand er im polnischen Boxer Grzegorz Proksa seinen Meister.
DER HURRIKAN GEHT SEINEN WEG UND LÄSST DAS PRÜGELN SEIN
Seiner Boxfamilie Sauerland bleibt Sylvester auch zukünftig erhalten. Von nun an wird er im Bereich der Sponsorenbetreuung tätig sein. Außerdem erwirbt der Sportler eine Trainerlizenz. Sebastian Sylvester dankt seinen Fans, der Familie Sauerland und seinem Trainer für die gute Zusammenarbeit.
(Ostsee-Zeitung, 2008)
Sylvester trug den Beinamen „Hurrikan“ und wurde in regelmäßigen Abständen von Kommunalpolitikern hofiert, die ihm zeitungsöffentlich vor mehreren Kämpfen die Daumen drückten. Er war einer der erfolgreichsten Sportler dieser Stadt. Auf das Karriereende machte hierorts zuerst der Greifswalder Twitter-Nutzer Vorarbeiter aufmerksam.
Kaum befindet sich der Winter auf Rückzugskurs, steht in Greifswald auch schon wieder die erste hedonistische Frühlingsaktion ins Haus. Denn in Anknüpfung an die Entscheidung der Bürgerschaft, das Verkehrsprojekt Diagonalquerung auszubremsen, findet am Freitagnachmittag die erste Critical Mass des Jahres statt.
Für eine entspanntere Diskussionskultur
Mit der Aktion soll aufgezeigt werden, dass eine Fahrradhauptstadt in der Pflicht steht, dem radelnden Teil ihrer Einwohner bessere Verkehrsbedingungen angedeihen zu lassen. Außerdem fordern die Initiatorinnen eine „entspanntere und faire Diskussionskultur, die auch die Interessen der jungen Bevölkerung in Greifswald berücksichtigt“ — offenbar eine Anspielung auf das zeitungsöffentliche Identitätsgehupe, das die hiesige Einwohnerschaft in regelmäßigen Abständen an den Tag legt.
Die Critical Mass wird unter dem Motto Lieber kreuz’n’quer statt law’n’order fahren. Mit ihr soll der Unmut über die Entscheidung gegen die Diagonalquerung zum Ausdruck gebracht werden. Der Treffpunkt ist an der Mensa, von wo aus es weiter Richtung Europakreuzung geht.
Move your ass with the critical mass!
Bei der etwa 20 Jahre alten Aktionsform der Kritischen Masse versammeln sich scheinbar unorganisierte, nicht motorisierte Verkehrsteilnehmende, um mit ihren gemeinsamen Protestfahrten auf ihre Anliegen und ihre Rechte gegenüber dem motorisierten Individualverkehr aufmerksam zu machen.
Auch in Greifswald haben in den vergangenen Jahren mehrere solcher Kritischen Massen stattgefunden. Bei einer der öffentlichkeitswirksamsten Aktionen im Dezember 2008 störten einige Fahradfahrerinnen die Einweihung des neugebauten Kreisverkehrs Osnabrücker Straße und protestierten so gegen die vermeintliche Verschwendung von fast 30 Millionen Euro für ein gigantomanisches Bauprojekt.
Der Aufruf zum Lieber kreuz’n’quer statt law’n’order ist auf der Homepage der Hedonistischen Internationalen Sektion Greifswald zu finden.
Seit Monaten wird über die wirtschaftliche Katastrophe in Griechenland geredet und debattiert, auf welchem Weg die europäische Gemeinschaftswährung am erfolgreichsten gerettet werden könnte. Das geschieht nun schon lange genug und mit so überschaubaren Ergebnissen, dass sich kürzlich sogar Altkanzler Kohl zu Äußerungen über die Rettung des Euros und zum Thema Griechenland hinreißen ließ.
Geld versteht heute anscheinend kaum noch jemand und genau hier kommt Jan Reißmann (Attac) ins Spiel, der sein Wissen ums Geld in seinem Vortrag Geld Macht Druck „möglichst ideologiefrei und ergebnisoffen“ zusammentragen und weitervermitteln will.
Nach einer Einführung und einem historischen Rückblick wird er über verschiedene Geldarten, über Entstehung und Vernichtung des Geldes, über das Zusammenspiel von Geschäftsbanken, Zentralbanken und dem Finanzmarkt informieren. Dem Vortrag soll sich eine Diskussion anschließen.
Der Abend wird von der Greifswalder Attac-Gruppe, der Rosa-Luxemburg-Stiftung MV und dem Literaturzentrum Vorpommern organisiert oder gefördert.
In Anknüpfung an eine Lesung des vergangenen Jahres, wird der Greifswalder A.S. heute Abend unter dem Titel Lyrik und Prosa vom Leben und vom Tod im Café Pariser Kurzgeschichten und Gedichte vorlesen und rezitieren. Versprochen wird ein schizophrener Abend, genaueres wollte A.S. noch nicht verraten — und er auch nicht.
Fakten: 15.02. | 21 Uhr | Café Pariser | frei
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